Häuser, natürlich aus Holz!

Bauen mit Köfpchen: Bauen mit Holz

Holz liegt im Trend
Holz, einer der ältesten Baustoffe wird neu entdeckt. Heute beträgt der Marktanteil des Holzbaus im Ein- und Zweifamilienhausbau etwa 14 Prozent. Damit hat er sich in den vergangenen zehn Jahren ungefähr verdoppelt - Tendenz weiter deutlich steigend. Für eine zunehmende Anzahl Bauherren ist der Traum vom eigenen Haus aus Holz - und das aus guten ökonomischen, ökologischen und ästhetischen Gründen. Im Zeitalter von Stahl, Glas, Beton und nahezu unzähligen Verbundbaustoffen wird Holz zunehmend zur bewusst gewählten Alternative und erlebt derzeit eine Renaissance - beim kommunalen, gewerblichen und insbesondere auch privaten Bauen.

Holz ist leicht und belastbar
Holz ist stark und elastisch zugleich. Bauteile aus Holz können nicht nur vertikale Kräfte - also Druck von oben nach unten - sondern auch horizontale Kräfte aufnehmen. Deshalb sind Holzhäuser zum Beispiel erdbebensicherer als Steinhäuser. Die konstruktiven und bauphysikalischen Eigenschaften von Holz machen es zu einem idealen, universell einsetzbaren Baustoff für den Innenausbau und die gesamte Hauskonstruktion.

Holz ist natürlich nachwachsend
Die Anforderungen an Roh- und Baustoffe steigen: Sie sollen schadstofffrei, ressourcenschonend, umweltfreundlich und erneuerbar sein. Nur mit Sonnenenergie gewachsen, nachhaltig verfügbar, mit einem geringen Energieeintrag zu bearbeiten und mit der Fähigkeit ausgestattet, klimaschädliches CO2 dauerhaft zu binden, wird Holz angesichts eines geschärften ökologischen Verbraucherbewusstseins zunehmend zum Material der ersten Wahl. Dies gilt vor allem dann, wenn es, wie beim Bauen und Wohnen, um die Gestaltung des unmittelbaren Lebensumfeldes geht.

Holz spart Energie
Wie das Umweltbundesamt ermittelt hat, benötigt der Baustoff Holz den geringsten Energieaufwand für Herstellung, Transport und Verarbeitung unter allen Baustoffen. Zum Vergleich: Für die Herstellung eines Kubikmeters einbaufertiger Holzteile werden 8 bis 30 Kilowattstunden (kWh) benötigt; für Beton 150 bis 200 kWh, für Stahlbauteile 500 bis 600 kWh, für Aluminium rd. 800 kWh, und die Erzeugung von Bauelementen aus Kunststoff erfordert den sechsfachen Energieaufwand wie für eine gleiche Menge an Elementen aus Holz.

Holz hält warm
Holz besitzt von Natur aus eine hervorragende Wärmedämmung. Um den Dämmwert einer 10 cm dünnen Holzwand zu erreichen, müßte eine Betonwand 160 cm dick sein. Deswegen finden wir in den kältesten Regionen der Erde bis hinauf zum Polarkreis so viele Holzhäuser.

Holz schafft Behaglichkeit
So wie Holz - global betrachtet - das Klima verbessert, schafft es auch in Wohnräumen auf ganz natürliche Weise eine gesunde Atmosphäre und ausreichende Luftfeuchtigkeit. Ob Sommer oder Winter, in einem aus Holz gefertigten Haus herrscht immer ein angenehmes Raumklima. Holz nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf und gibt sie wieder ab, sobald die Luft in den Wohnräumen zu trocken wird. Beim Holzbau ist das Problem einer sich hartnäckig haltenden Baufeuchte und damit ein unangenehmes Trockenwohnen deshalb auch kein Thema. Gesund wohnt man mit Holz nicht zuletzt, weil das Material frei von Schadstoffen ist. Beim Holzschutz kann man vollständig auf Chemie verzichten, wenn das Holz trocken eingebaut oder resistente Holzarten eingesetzt werden. Holz verbindet Natürlichkeit mit Ästhetik und garantiert ein hohes Maß an Wohnqualität.

Holz ist vielfältig
Ob Lärche, Kiefer, Fichte, Buche oder Eiche - in Deutschland sind zahlreiche Holzarten heimisch, die sich für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche am und im Haus eignen. In Verbindung mit den variantenreichen konstruktiven Möglichkeiten, die Holz bietet, lassen sich individuelle, ausdrucksstarke Gebäude realisieren - für jeden Geldbeutel und jeden Geschmack.

Holz ist wertbeständig
Holz lebt lange. Die ältesten Hochhäuser - das sind Häuser mit mehr als 20 m Höhe - sind Holzhäuser. Die historischen Fachwerkhäuser in vielen Altstädten sind heute noch bewohnt. Holz hat die Fähigkeit, sich gegen Wind und Wetter selbst zu schützen.

Holz hat einen hohen Feuerwiderstand
Massives Holz ist schwer entflammbar. Im Brandfall bietet es zudem hohe Sicherheitsreserven. Denn massives Holz, das von Feuer angegriffen wird, wehrt sich. Es verkohlt äußerlich und verdichtet gleichzeitig seine innere Struktur, so dass das Feuer nur langsam vordringen kann. Ein plötzlicher Zusammenbruch der Holzkonstruktion ist daher im Gegensatz zu Gebäuden aus anderen Materialien nicht zu befürchten. Bei der brandschutztechnischen Bewertung schneiden Holzhäuser deshalb gut ab.

Holz ist wertvoll, aber preiswert
Weil sich Holz leicht bearbeiten läßt und durch sein vergleichsweise geringes Gewicht kostengünstig transportiert werden kann, ist es ein preisgünstiger Baustoff. Mit Bauelementen aus Holz wird schnell und gut gebaut. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der hohen Festigkeit von Holz: Die im Vergleich zu konventionellen Baustoffen schlanke Holzkonstruktion schafft Platz im Innenraum. Bei gleich großen Außenmaßen gewinnt man bei einem Holzhaus eine bis zu 10 Prozent größere Wohnfläche als bei andere Bauten.